Schloss Wilhelmsthal

Zu schön, um zu verstummen –

Die Schloss- und Parkanlage Wilhelmsthal

Ein Buch von Christian Knobloch (Autor) und dem Förderkreis der Schlossanlage Wilhelmsthal e.V. (Hrsg.)
 

 

Geschichte und Geschichten von Schloss und Park Wilhelmsthal bei Eisenach auf 370 Seiten gebannt:

Die 3. Auflage ist erschienen. 

 

Nach fast weiteren 4 Jahren intensiver Forscher- und Autorentätigkeit ist in diesen Tagen die auf knapp 370 Seiten stark erweiterte und neu konzipierte dritte Auflage des Buches „Zu schön, um zu verstummen – Die Schloss- und Parkanlage Wilhelmsthal“ von Christian Knobloch erschienen.
In ihr trumpft das vor wenigen Jahren fast in die Vergessenheit geratene Kleinod „Wilhelmsthal“ richtig auf, denn:

 

Die inmitten des Thüringer Waldes einsam gelegene Schlossanlage, bestehend aus barocken und klassizistischen Pavillons welche wiederum entlang einer Prachtstrasse angeordnet sind, stellt eine einmalige architektonische Kostbarkeit dar. Unter den Pavillons befindet sich der älteste freistehende Konzertsaal Europas. Dieser 9 mal 16 Meter große, reich mit Stuckaturen ausgestattete, ovale Konzertsaal wurde schon zu seiner Entstehungs- und Blütezeit seiner hervorragenden Akustik wegen geschätzt. Dieser, und der große Saal im Hauptgebäude, dem Corps de Logis von 1698, gelten als einzige noch original überkommenen profanen Uraufführungsstätten Georg Philipp Telemanns.
Der die Schlossgebäude umgebende Schlosspark kann als einziger Pücklerpark Thüringens betrachtet werden, der dazugehörige Wilhelmsthaler See als ältester fürstlicher Stausee Deutschlands. Die gesamte Szenerie wird seither von lückenlosen Wäldern des Thüringer Waldes gesäumt. Seit seiner Erbauung trägt Schloss- und Park Wilhelmsthal die Handschriften zahlreicher berühmter Baumeister- und gestaltenden Künstlergenerationen.

Als Lieblingssommersitz des Großherzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, Förderer und Patron der später als Weimarer Klassik bekannt gewordenen Epoche, war Wilhelmsthal Sommerbühne der Weimarer Klassik und Vorhof Weimars. In den Sommermonaten – in manchen Jahren sogar ein halbes Jahr lang - wurden so die Geschicke des Großherzogtums allein von Wilhelmsthal aus geleitet. Goethes Wirken hier krönt Wilhelmsthal auch als eine deutsche Dichterstätte. Davon zeugt ein bislang unbekannt gebliebenes 5-strophiges Gedicht Goethes mit dem Titel „Wilhelmsthal“, welches im Buch abgedruckt ist.
Später intensivierte sich die Bedeutung Wilhelmsthals als Sommeraufenthalt der europäischen (Hoch-)aristokratie. Jeder der Großherzoge von Sachsen-Weimar-Eisenach verliebte sich in die Anlagen erneut und erhielt Wilhelmsthal bis 1918 ohne größere Veränderungen. Unzählige adlige und berühmte Persönlichkeiten fanden sich allsommerlich, aber auch im Winter in Wilhelmsthal ein. Das Schicksal zum Beispiel Franz Liszts oder Friedrich Hebbels fand hier so manch erstaunliche Windung.
Als einziges Gut verblieb Schloss Wilhelmsthal nach dem Abdanken des Adels ab 1918 in fürstlichem Besitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden hier mit dem ersten Kinderdorf in der Sowjetischen Besatzungszone unzählige Kriegswaisen eine neue Heimat. Zum Glück konnte mit der Übernahme in die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten im Jahr 2008 der bedrohlich verranschreitende Verfall bei den zum Großteil durch die Jahrhunderte original erhalten gebliebenen Gebäuden gestoppt werden. So ging Schloss Wilhelmsthal zum Glück nicht mit der Besonderheit in die Geschichte ein, als einziger großer Bestandteil des Erbes der Weimarer Klassik in Zeiten allgemeinen Aufschwungs still und leise vergangen zu sein.  
Nachdem die ersten zwei Auflagen ihren Anteil und Zweck erfüllt hatten, mit einer breiten gesellschaftlichen und politischen Resonanz für eine Erhaltung Schloss Wilhelmsthals zu helfen, bot sich mit dem Verkauf der Liegenschaft an die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten die Möglichkeit das gesamte Spektrum der Wilhelmsthaler Schlossgeschichte in einer dritten Auflage aufzuarbeiten.
Die genannten Kennzeichen eines überregional bedeutenden Kulturdenkmals 1. Klasse werden darin entlang der Schlosshistorie chronologisch zusammengefügt. Spannend lesbar wird die Ortsgeschichte mit kleinen und großen Begebenheiten, aber auch mit den  jeweiligen historischen europäischen Entwicklungen verknüpft und dabei bewusst die regionalgeschichtliche Dimension verlassen. Über 300 bisher zum Großteil unveröffentlichte Abbildungen säumen dieses Lesebuch und ergänzen die facettenreiche Geschichte Wilhelmsthals. In mehreren detaillierten Übersichtsplänen wird Jahr für Jahr die Anwesenheit fürstlicher Personen in Wilhelmsthal erfassbar. Dadurch werden die im Buch zusammengestellten Forschungsergebnisse selbst Arbeitsmittel für die weitere Bau- und Kulturforschung, ohne jedoch den allgemein interessierten Leser bei seinem Entdecken zu behindern.
Für den Herausgeber, den Förderverein Schlossanlage Wilhelmsthal e.V., war es erstaunlich, wie schnell die 1. und 2. Auflage vergriffen war. Überraschend war es auch zu erleben, welch wachsendes Interesse an der einst fast vergessenen Schlossanlage vor den Toren Eisenachs in der Öffentlichkeit besteht. Mit der Dritten Auflage kann numehr ein noch größerer Kreis interessierter Leser angesprochen und Wilhelmsthal in der Öffentlichkeit noch bekannter gemacht werden.

Das Buch: Christian Knobloch: „Zu schön, um zu verstummen – Die historische Park- und Schlossanlage Wilhelmsthal“, Meiningen 2012, 368 S., mit Abbildungen, Karten, Grafiken und Übersichtsplänen, ISBN 978-3-940 295-01-9, kann deutschlandweit im Buchhandel zum einheitlichen Preis von 28,50 gekauft oder direkt auf dieser Seite (siehe links "Buchbestellung") zu den gleichen Konditionen (zzgl. Porto und Versand) bestellt werden.

Christian Knobloch und Volker Weber
Förderkreis Schlossanlage Wilhelmsthal e.V.

 

Christian Knobloch und Volker Weber präsentieren das frisch gedruckte Buch anlässlich des Saisonauftaktes der "Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten" 2012 am 9. Mai 2012

Fotos: Heiko Kleinschmidt